Familienportal der Verbandsgemeinde Puderbach
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Die Rolle der Frau in Deutschland

In der Vortragsreihe im Café International befasste sich Frau Julia Baumeister, zuständig für die Flüchtlinge in der VG Puderbach, diesmal mit der Rolle der Frau in Deutschland und deren Wandel. Eine Dolmetscherin übersetzte den Vortrag für die Flüchtlinge. Erst vor 100 Jahren erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht. Obwohl bereits 1945 im Artikel 3 des Grundgesetzes die Gleichberechtigung von Mann und Frau vor dem Gesetz festgelegt wurde, war und ist es immer noch ein langer Weg zur wirklichen Gleichberechtigung. Mehr Unabhängigkeit erhielten Frauen durch die Anti-Babypille und das Gesetz zur Berufstätigkeit 1977. Vorher war es einer Frau nur gestattet, arbeiten zu gehen, wenn der Mann es ihr erlaubte.

 

 

Erst 1994 wurde der §175 abgeschafft, der Homosexualität bestrafte und 2001 wurde die eingetragene Lebensgemeinschaft für Homosexuelle Gesetz. Seit 1997 gilt Vergewaltigung in der Ehe als strafbar und seit 2002 gibt es das Gewaltschutzgesetz. Selbstbestimmung in Leben und Beruf werden heue als selbstverständlich angenommen, dennoch gibt es immer noch viele Bereiche, in denen Frauen nicht gleichberechtigt sind. Sei es die Doppelbelastung von Beruf und Haushalt oder die Lohnungleichheit - es gibt noch viel zu tun.

 

 

In einem Rollenspiel zwischen einer deutschen Frau und einem jungen Flüchtling wurde gezeigt, wie man sich in Deutschland begrüßt – man gibt sich die Hände und schaut dem Gegenüber in die Augen, bei guten Freunden wird sich umarmt. Dagegen verneigt man sich in Syrien oder Afghanistan leicht und legt die rechte Hand auf das Herz. Auch wenn die Frau einen kurzen Rock trägt und stark geschminkt ist, bedeutet dies nicht, dass sie leicht zu haben ist. Ein Nein ist immer ein Nein.

 

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