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100 Jahre Frauenwahlrecht

Das Frauenstimmrecht als "Bürgerpflicht der Frau" - 100 Jahre Wahlrecht und die Entstehung der Weimarer Republik

2018 jährt sich das Jubiläum zur Einführung des Frauenwahlrechts zum einhundertste Mal. Ein Grund für uns zum Feiern und würdigen Erinnern! In den 1870er Jahren fragte Hedwig Dohm noch: Ich frage jeden aufrichtigen Menschen, wären Gesetze wie die über das Vermögensrechte der Frauen, über ihre Rechte an den Kindern, über Ehe, Scheidungen usw. denkbar in einem Lande, wo die Frauen das Stimmrecht ausübten? Hätten sie die Macht, sie würden die Gesetze von Grund auf ändern.

Frauenwahlrechtsplakat Plakat der Frauenbewegung. Quelle: Wikimedia/Karl Maria Stadler, gemeinfrei.

 

Am 30. November 1918 wurde das aktive und passive Wahlrecht für alle Bürgerinnen und Bürger in der Verordnung über die Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung verankert. Seit 100 Jahren gibt es das Frauenstimmrecht. Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit aktiven und passivem Wahlrecht für Frauen in Kraft. Am 19. Januar 1919 konnten Frauen zum ersten Mal reichsweit wählen und gewählt werden, denn am 19. Januar 1919  fanden allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlen zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung statt. 300 Frauen kandidierten. 37 Frauen - insgesamt gab es 423 Abgeordnete -  werden schließlich gewählt. Auch wenn die Wählerinnen in ihrer Mehrzahl den konservativen Parteien ihre Stimme gaben, waren die meisten weiblichen Abgeordneten doch in den Reihen der SPD zu finden.

 

Der kleine Satz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland teilte das Schicksal des Frauenwahlrechts. Er traf auf erbitterten männlichen Widerstand! Überzeugungsarbeit war nötig.

 

Anmeldungen zum Offenen Frauentreff bis zum 15. Januar 2018 bei der Gleichstellungsbeauftragten der VG Puderbach Ute Starrmann, Tel. 02684-5700 oder per E-Mail: ute.starrmann@online.de.

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