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Spende an das Frauenhaus Westerwald überreicht

Diesmal stellte Frau Marlies Donnhauser vom Frauenhaus Westerwald das Frauenhaus in Hachenburg sowie das Nachsorgeprojekt für Kinder vor. Die Gleichstellungbeauftragte der VG Puderbach Ute Starrmann überreichte im Namen der zahlreich erschienenen Frauen des Offenen Frauentreffs die bei der Adventsfeier gesammelten Spenden zur Unterstützung des Nachsorgeprojekts für Kinder an Frau Donnhauser.

 

Spende an das Frauenhaus Westerwald überreicht Ute Starrmann, Gleichstellungsbeauftragte VG Puderbach (r.) überreicht die Spende des Offenen Frauentreffs an Marlies Donnhauser (l.), Autonomes Frauenhaus Westerwald

 

Das Autonome Frauenhaus Westerwald, das es bereits seit 25 Jahren gibt, unterstützt und berät von Gewalt bedrohte und betroffene Frauen und Kinder in den Landkreisen Westerwald, Neuwied und Altenkirchen. Die Bandbreite reicht von sozialer Isolation und Kontrolle bis zu psychischen und seelischen Demütigungen und körperlichen Misshandlungen. Aufgenommen werden können 13 Personen, die sich entweder durch Selbstmeldung oder durch Vermittlung durch eine andere Stelle, z.B. Polizei, an das Frauenhaus, das natürlich anonym ist, wenden. Laut Frau Donnhauser ist das Haus immer belegt und die Anfrage groß.

 

Jede Frau bekommt mit ihren Kindern ein eigenes Zimmer, die anderen Räumlichkeiten werden gemeinsam genutzt. Die Mitarbeiterinnen bieten den Frauen Beratung, Unterstützung und Begleitung an und besprechen in einer wöchentlichen Hausversammlung organisatorische und persönliche Probleme. Im Schnitt bleiben die Frauen 3-4 Monate im Frauenhaus. Opfer und Gewalttäter kommen aus allen sozialen Schichten und Nationalitäten. Von Gewalt betroffene Frauen bleiben im Durchschnitt etwa 7 Jahre in der jeweiligen Gewaltsituation. Das Frauenhaus Westerwald hat in den letzten 25 Jahren 2500 Frauen und Kinder betreut.

 

Gerade für Kinder ist die Situation schwer. Sie müssen eine neue Schule besuchen, sie dürfen ihre Adresse nicht weitergeben und sie müssen zum Teil von der Schule abgeholt werden, damit die Väter keinen Zugriff auf sie haben. Aus diesem Grund setzt das Frauenhaus auf Mutter-Kind-Aktivitäten, um auch auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Die Kinder kennen von zuhause aus nur Gewalt. Das Zuhause als Rückzugsort wird ihnen genommen. Dazu kommt erschwerend die Ambivalenz der Situation: Die Kinder verbinden auch gute Erlebnisse mit ihrem Vater. Sie haben Schuldgefühle und stellen sich selbst in Frage.

 

 

Das Nachsorgeprojekt für Kinder, das sich aus Spenden finanziert, soll die Kinder gerade in der Zeit nach dem Aufenthalt im Frauenhaus durch Gespräche, spielerische und gestalterische Projekte sowie Erlebnispädagogik weiter unterstützen. Das gemischtgeschlechtliche Team gibt auch Jungen die Möglichkeit, eine andere männliche Identifikationsfigur kennenzulernen und die klassische Rollenverteilung zu durchbrechen. Die Fachberatungsstelle gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen befindet sich in der Rheinstraße 26, 57627 Hachenburg, Tel. 02662-9449433 (Anrufbeantworter).

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